
- Was
sind Schimmelpilze ?
- Wie
und wo leben Schimmelpilze ?
Schimmelpilze – Definition
Als Schimmelpilze
bezeichnet man eine systematisch heterogene Gruppe von Pilzen (Fungi),
die aufgrund ihrer Lebensweise in bestimmten ökologischen Nischen für
den Menschen besondere Bedeutung gewonnen haben. Da sie nicht wie
Pflanzen mittels Blattgrün aus Licht Energie gewinnen können, haben sie
sich auf den Abbau von totem organischen Material spezialisiert.
Schimmelpilze spielen deshalb eine wichtige Rolle bei
Verrottungsvorgängen in der Natur. Es ist allgemein bekannt, wie ein
Schimmelbefall aussehen kann. Jeder kennt den sichtbaren Schimmel auf
Brot, Käse oder Obst. Genau dieses allgemeine Wissen verleitet viele zu
der Annahme, sie wüssten, wovon sie reden, wenn es um einen
Schimmelpilzbefall geht.
Tatsache ist, dass es 3
relevante „Abschnitte“ (Mycel, Konidienträger, Sporen) im Aufbau eines
Schimmelpilzes gibt, und nicht jeder Teil ist problemlos von Auge
sichtbar. Als Erstes
bildet sich aus einer auf einen geeigneten Nährboden geratenen
Schimmelpilz-Spore eine fädige Struktur, das Mycel. Dieses
besteht aus mikroskopisch kleinen, langen, dünnen, vielfach
verzweigten Pilzfäden (Hyphen), die sich von einzelnen Punkten
aus in alle Richtungen ausbreiten. An ihrer Spitze wachsen diese
Hyphen mit großer Geschwindigkeit weiter, so dass der Schimmel
nicht selten rasch große Flächen überwuchert. Dieses Mycel
ist der eigentliche Pilz.
Es es ist von Auge nicht zwingend
sichtbar und kann tief in winzigste Risse und Poren der
befallenen Oberfläche eindringen. Als bildlicher Vergleich
dienen die Wurzeln und Blätter einer Löwenzahnpflanze. Die Vermehrung geschieht meist auf
ungeschlechtlichem Weg über Sporen (bei den in unserem Fall
relevanten Schimmelpilzarten auch Konidien genannt).
Dazu erzeugen die Myzelfäden nach einiger Zeit zahlreiche sich
vertikal von der Oberfläche erhebende Sonderhyphen, die
Konidienträger.
Diese sind bei den einzelnen Arten unterschiedlich gestaltet und
bestehen aus oft dicht verzweigten Hyphen, die bei schwacher Vergrößerung wie ein kleiner
Wald aussehen.
Durch Pigmenteinlagerung kann das Pilzwachstum auf der
Oberfläche nun auch von Auge verfolgt werden.
Verglichen mit unserer Löwenzahnpflanze wären dann diese
Konidienträger die langen Blütenstiele. Die Sporen oder
Konidien sitzen auf der Spitze, wo sie dann beim geringsten
Lufthauch aufgewirbelt und vom Lufthauch mitgetragen werden.
(Und wieder der Vergleich mit dem Löwenzahn; dessen
Samenverbreitung läuft identisch, nur eben im makroskopischen
Bereich.) Diese aufgewirbelten Sporen treiben nun stundenlang
als Aeroplankton in der Luft und können in Innenräumen, sobald
sie in grösseren Mengen vorhanden sind, die Gesundheit der
Bewohner beeinträchtigen.
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Mycel
x50

Konidienträger
x500

Sporen
x3000 |